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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Hate Speech / Hassrede"
RessourcentypCall for Papers
TitelHate Speech / Hassrede
BeschreibungCall for Papers

Interdisziplinärer Workshop an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

„Hate Speech/Hassrede“

Termin: 29./30. Januar 2010
Ort: Fakultätssaal, Philosophicum

Organisation: Prof. Dr. Jörg Meibauer (Deutsches Institut) und Prof. Dr. Ruth Zimmerling (Institut für Politikwissenschaft) in Zusammenarbeit mit SOCUM und dem Mainzer Medieninstitut e.V.


Hate Speech/Hassrede ist jede menschliche Kommunikation, die dazu dient, andere Bevölkerungsgruppen oder deren Mitglieder herabzusetzen oder zu beleidigen. Oft werden dabei Wörter (wie z.B. spic, boche, Kanake) benutzt, die der Verunglimpfung von Minderheiten oder dem Ausdruck von Hass gegenüber anderen Völkern dienen (‚ethnic slur terms’, Ethnopaulismen). Diese Wörter sind zu Recht als „Wörter, die verwunden“ bezeichnet worden (Delgado, Richard/Stefancic, Jean (2004): Understanding Words that Wound. Boulder: Westview Press). Hassrede kann sich richten gegen Personen oder Gruppen mit bestimmten Eigenschaften wie Rassenzugehörigkeit, Religionszugehörigkeit, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Nationalität, sozialer Status, Gesundheit und Aussehen. Hassrede kann direkt oder indirekt sein, verdeckt oder offen, gestützt oder nicht gestützt durch Autorität und Macht, begleitet oder nicht begleitet von Gewalt. Für demokratische Gesellschaften stellt sich die Frage nach der Toleranz der Hassrede, erscheint sie doch einerseits durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt zu sein, andererseits durch das Verbot der Diskriminierung unakzeptabel zu sein. In diesem Workshop streben wir eine breite Diskussion der Hassrede an. Forschungsfragen, zu denen wir Beiträge erhoffen, könnten sein:

• Welche Arten der Hassrede gibt es in den Sprachen der Welt? Gehört die Beleidigungsbedeutung zur wörtlichen Bedeutung von Hassausdrücken oder entsteht sie erst im Redekontext?

• Soll eine demokratisch verfasste Gesellschaft Hassrede tolerieren oder verfolgen?

• Wie gehen verschiedene Rechtssysteme mit der Hassrede um?

• Wie werden mit Hassrede soziale Mehrheit oder Minderheiten konstituiert? Welchen Beitrag leistet die Hassrede bei der Herstellung und Aufhebung von Differenzen?
• Welche Mechanismen des Ausdrucks von Hass werden von den hassenden oder gehassten Bevölkerungsgruppen oder Individuen lizenziert oder gerechtfertigt? Wie entwickeln sich diese Mechanismen in einer historischen Perspektive?

• Wie wird Hass in den verschiedenen Medien ausgedrückt, bekämpft oder reflektiert? Gibt es eine mediale Sensitivität für Hassrede?

• Welche Rolle spielt die Hassrede in Literatur, Film, Musik, bildender Kunst?

• Wie wird Hassrede in der Kindheit erlernt? Verhalten sich die Geschlechter unterschiedlich? Wie reagieren Instanzen der Erziehung wie die Familie oder die Schule auf Hassrede?

• Welche Motive oder Emotionen verbinden sich mit Hassrede?


Wir bitten um Einreichung von Abstracts (nicht länger als eine Seite) bis zum 31. Dezember 2009 an meibauer@uni.mainz.de und zimmerling@politik.uni-mainz.de


Prof. Dr. Jörg Meibauer Prof. Dr. Ruth Zimmerling
Deutsches Institut Institut für Politikwissenschaft
Johannes Gutenberg-Universität Johannes Gutenberg-Universität
55099 Mainz 55099 Mainz
www.germanistik.uni-mainz.de/linguistik www.politik.uni-mainz.de/cms/400_DEU_HTML.php

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortMainz
Bewerbungsschluss31.12.2009
Beginn29.01.2010
Ende30.01.2010
PersonName: Meibauer, Jörg [Prof. Dr. ] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: meibauer@uni-mainz.de 
KontaktdatenName/Institution: Johannes Gutenberg- Universität Mainz, Deutsches Institut 
Strasse/Postfach: Jakob-Welder-Weg 
Postleitzahl: 55099 
Stadt: Mainz 
Telefon: 06131-3922762 
Internetadresse: www.germanistik.uni-mainz.de/linguistik/index.php 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch; Englisch
SchlüsselbegriffeLinguistik; Pragmatik (Sprechakttheorie, Implikatur, Handlungstheorien, Historiopragmatik); Sprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Sprache und Gesellschaft (Diskursanalyse, Ethnographie, Sprachkritik, Sprachplanung, Sprachpolitik)
Klassifikation02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl)
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/10467

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