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GiNFix - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Das Epos der Maschine"
TitelDas Epos der Maschine
Beschreibung[1: Inhalt] "Ein Machinaut sitzt im Innern seiner Maschine, einem geheimnisvollen Etwas, schwarz, eiförmig. Er treibt durchs Weltall, als Zellkern seiner Maschine, als Fremdkörper in einem ansonsten perfekten Artefakt, treibt durch verschiedene Schichten und Ereigniszonen. Er irrt hindurch. Als Wegweiser dient ihm alleine ein kindskopfgroßer Stein aus schwarzem Basalt, filigran gestaltet mit unendlich verschnörkelten Gängen. Dahinein blickt er, um die Idee hinter dem Ganzen herauszubekommen, einen Wegweiser zu finden. Der Leser schwebt indes als auktorialer Geist durch die Maschinenwindungen, untersucht die eiförmige Koje und erfährt dort, wenn er genau hinsieht, einiges. Bald findet er auch den Bordradar und sieht dort die Stationen der Reise, vergangene und zukünftige." Diese kurze Beschreibung des Werks gab der Autor selbst in einem Interview mit dem Online-Magazin Dichtung Digital. "Ein vielschichtiges und aufwendiges Hypertextspektakel. Tableauartig werden einzelne Bilder präsentiert, die mit vielen kleinen Textfragmenten, Bildornamenten und geometrischen Strukturen durchsetzt sind. Die Tableaus müssen vom Leser regelrecht erforscht werden: eine komplexe Programmierung ermöglicht eine Bewegung des Textes, der sich bsp. abhängig von der Cursorposition zusammenzieht und wieder entfaltet oder sich über den Bildschirm bewegt. Textfenster werden erst dann sichtbar, wenn geometrische Rahmen mittels einer Mausbewegung über sie gezogen werden. Sie geben den Blick frei auf Situationsbeschreibungen und sprachliche Assoziationen, die mit Metaphern aus einer organischen Kosmologie, Naturwissenschaften und Technik arbeitet. So entfaltet "Das Epos der Maschine" ein dichtes Sprachfeld, dass auch mittels einer komplexen Programmierung visuell umgesetzt wird, Bild- und Textebenen aber stehen unvermittelt nebeneinander. Geduld ist gefragt: der umfassende Programmcode erfordert lange Übertragungszeiten." (Netlit.de 2000). - Erscheinungsjahr: 1998. - [2: Typologie] Lineares, tentakelartiges, teils rhizomartigesTextkonvolut. - [3: Format, Technik] Java-Applets, Sounddateien, HTML 3.2; insbesondere Verwendung eines selbst erstellten Programms "Narrator", das der teleskopartigen Textpräsentation dient. - [4: Rezeption] Fünf Erwähnungen und Besprechungen: [a] Lobende Erwähnung beim Internet Award 1998 der Saarbrücker Stadtwerke. - [b] "Sonderpreis von arte tv für die kreative Nutzung der medialen Techniken": Das Epos der Maschine" von Urs Schreiber aus Bochum erhielt den Preis "für seine technisch und ästhetisch sehr überzeugende (Programmier)-Arbeit: Ein optisch gelungener ćBildschirm(adaptierter)text" mit schönen und immer wieder überraschenden Effekten. Die etwas langen Ladezeiten werden belohnt, wenn man mit der Maus auf Erkundungsfahrt geht und sich Wörter zu Bildern formen, ineinander zerfliessen und sich wieder entflechten." - [c] "Wenn konkrete Poesie digital wird": Ausführliche Besprechung des Epos von Roberto Simanowski in Dichtung Digital, August 2000. - [d] Interview "Das Epos der Maschine" mit Urs Schreiber von Roberto Simanowski in Dichtung Digital, August 2000. - [e] Aufnahme in die Internetpräsentation Liter@tur. Computer/Literatur/Internet des Literaturmuseums am Oberrhein (Karlsruhe). - (Quelle: Eintrag "Das Epos der Maschine" in http://www.nic-las.com/cyberfiction/liste.asp) [Redaktion ViFa Germanistik]
Internetadressehttp://kunst.im.internett.de/epos-der-maschine/
UrheberSchreiber, Urs
BenutzerführungDeutsch
LandDeutschland
SchlagwortOnline-Publikation
RessourcentypNetzliteratur
BDSL19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.06.00 Literarisches Leben
Zugangfrei
Zuletzt geprüft am24.10.2013
Ediert von  DLA-Marbach
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