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GiNFix - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Die erstaunliche Beharrlichkeit des bürgerlichen Familienideals und seine Reflexion in ausgewählten Familiendramen von 1840 bis 1995"
TitelDie erstaunliche Beharrlichkeit des bürgerlichen Familienideals und seine Reflexion in ausgewählten Familiendramen von 1840 bis 1995
BeschreibungDas Erkenntnisinteresse der Arbeit gilt der Frage, auf welche spezifische Weise in modernen Familiendramen das bürgerliche Familienbild zwar die jeweiligen Akteure in ihrem Handeln, Fühlen und Sprechen formiert, zugleich aber umgekehrt auch durch Inkompatibilitäten kritisch relativiert wird. Anknüpfend an die Tradition des bürgerlichen Trauerspiels haben bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts immer wieder Dramatiker die Familienproblematik ins Zentrum ihrer Stücke gestellt und das Spannungsfeld zwischen den familialen Wertorientierungen und den davon abweichenden emotionalen Befindlichkeiten, persönlichen Interessen und psychischen Verstrickungen auf die Bühne gebracht. So haben Dramen stets einen wichtigen Beitrag zur Genese, Modifikation und Kritik des bürgerlichen Familienideals geleistet. Um sich diesem immer wieder changierenden und nicht leicht zu fassenden Ideal theoretisch anzunähern, beginnt die Arbeit mit einer historischen und soziologischen Einführung in die Thematik. Es soll ein sozialgeschichtlicher Hintergrund geboten werden, vor dem der Leser die Darstellungsweise der Dramen verstehen und einordnen kann. Die eigentliche literaturwisenschaftliche Arbeit geht in einem methodologischen Dreischritt vor: Im Zentrum steht die detaillierte und präzise Arbeit an den Dramentexten, die jedes Stück in seiner Struktur, seiner Dynamik und in seinem spezifischen Aufbau analysiert. Der zweite Schritt stellt einen ersten abstrahierenden Versuch dar, die individuelle Position zu bestimmen, die das Stück zu den jeweils im Vordergrund stehenden Werten des bürgerlichen Familienideals einnimmt. Dabei rückt die Autorintention genauso in den Blickpunkt wie der Bezug zur Entstehungszeit des Stückes. Die so gewonnenen Einsichten fließen in den dritten, den diachronen Teil der Arbeit mit ein. Dieser ist nach familiären Rollen und den mit ihnen verbundenen Erwartungen geordnet. Es werden ein sinnhafter Zusammenhang zwischen den Stücken hergestellt und zeitliche Entwicklungen aufgezeigt. Die Arbeit wird durch diese Vorhgehensweise den dramatischen Texten genauso gerecht wie den übergeordneten thematischen und mentalitätsgeschichtlichen Bezügen. Die Arbeit reduziert sich nicht auf die Aneinanderreihung von acht Einzelinterpretationen. Diese ergeben nämlich zusammen mit den verbindenden Passagen ein Ganzes, das mehr ist als die Summe seiner Teile, nämlich ein Beitrag zur Erhellung des nach wie vor präsenten bürgerlichen Familienideals. [Information des Anbieters] Zugleich: Freiburg i. Br., Univ. Diss., 2007 (PDF, 2.399 KB) [Redaktion ViFa Germanistik]
Internetadressehttps://www.freidok.uni-freiburg.de/data/3323
UrheberStraub, Ulrich Friedrich
Veröffentlicht durchUniversitätsbibliothek <Freiburg, Breisgau>
BenutzerführungDeutsch
LandDeutschland
SchlagwortFamiliendrama; Holz, Arno; Schlaf, Johannes; Hebbel, Friedrich
Teil vonFreiDok - Freiburger Dokumentenserver (http://www.freidok.uni-freiburg.de/)
RessourcentypHochschulschriften > Einzeltitel
BDSL15.00.00 19. Jahrhundert > 15.13.00 Gattungen und Formen > 15.13.02 Drama. Theater; 16.00.00 Jahrhundertwende (1880-1914) > 16.13.00 Gattungen und Formen > 16.13.02 Drama. Theater; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.16.00 Gattungen und Formen > 17.16.02 Drama. Theater; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.08.00 Gattungen und Formen > 18.08.02 Drama. Theater
Zugangfrei
Zuletzt geprüft am29.05.2016
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