VIRTUELLE FACHBIBLIOTHEK GERMANISTIK Germanistik im Netz Logo

GiNFix - Detailanzeige

Ergebnisanzeige ""Welche Seite der Welt soll man jungen Leuten zeigen?" Die literarische Reflexion pädagogischer Konzepte in Prosatexten Johann Karl Wezels"
Titel"Welche Seite der Welt soll man jungen Leuten zeigen?" Die literarische Reflexion pädagogischer Konzepte in Prosatexten Johann Karl Wezels
BeschreibungAuf mehrfache Weise beschäftigte sich Johann Karl Wezel mit Problemen der Pädagogik: Er war als Hofmeister tätig und verfasste erziehungstheoretische Schriften. Nicht zuletzt machte er Erziehung und Bildung zu zentralen Themen einiger seiner poetischen Werke (besonders im Bildungsroman Herrmann und Ulrike). Wezel spricht sich in seinen theoretischen Schriften, die Gegenstand nur sehr weniger Forschungsbeiträge sind, für eine pragmatische politische Erziehung aus, welche die Zöglinge befähigen soll, innerhalb der Grenzen der jeweils herrschenden gesellschaftspolitischen Verhältnisse handlungsfähig, mündig und gemeinnützig zu werden. Er schreibt dabei allerdings nicht einfach über den pädagogischen Diskurs, sondern trägt zu diesem bei, indem er sich an der fachwissenschaftlichen Auseinandersetzung über Fragen der Erziehungskunst beteiligt. Dies bildet die Grundlage einer literarischen Reflexion, die dann auf der Ebene fiktionaler Literatur stattfindet. In seinen Prosatexten entfaltet Wezel seine Kritikpunkte, konstruktiven Vorschläge und teils mit subtilem Humor versehenen Anmerkungen zur erzieherischen Debatte im fiktiven Arrangement, was den Werken kohärente Struktur, Tiefgang und einen Gehalt verleiht, den es interpretatorisch zu analysieren lohnt. Die Studie nimmt daher ebenso Wezels theoretische Texte in den Blick wie die epischen (Die Erziehung der Moahi, Tobias Knaut, Herrmann und Ulrike). Wie genau Wezel Programmpunkte zeitgenössischer Pädagogik der dichterischen Gegenprobe unterzieht, steht im Zentrum der Literaturanalyse. Dem Anspruch einer Kontextualisierung von literarischen Texten versucht diese Arbeit gerecht zu werden, indem die Textinterpretation erziehungs- und sozialgeschichtlich perspektiviert ist. Es soll gezeigt werden, dass die Antworten, welche die Reformpädagogik der Philanthropen bereit halten, in Wezels Texten dahingehend mimetisch reflektiert werden, dass ihre Realitätstauglichkeit in Frage gestellt wird. [Information des Anbieters] Zugleich: Freiburg i. Br., Univ., Diss., 2007 (PDF, 1.733 KB) [Redaktion ViFa Germanistik]
Internetadressehttps://www.freidok.uni-freiburg.de/data/2854
UrheberBizard, Pascal
Veröffentlicht durchUniversitätsbibliothek <Freiburg, Breisgau>
BenutzerführungDeutsch
LandDeutschland
SchlagwortPädagogik; Wezel, Johann Carl
Teil vonFreiDok - Freiburger Dokumentenserver (http://www.freidok.uni-freiburg.de/)
RessourcentypHochschulschriften > Einzeltitel
BDSL12.00.00 18. Jahrhundert > 12.12.00 Stoffe. Motive. Themen; 12.00.00 18. Jahrhundert > 12.13.00 Zu einzelnen Autoren
Zugangfrei
Zuletzt geprüft am22.05.2016
Ediert von  UB-Freiburg
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses GiNFix-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/ginfix/3858

© Virtuelle Fachbibliothek Germanistik | Letzte Änderung 22.05.2016 | Impressum | Intern